lycanthia

 

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Ausgeträumt

Sind wir nun doch am Ende des Weges angekommen? Vor einigen Wochen das Schlimmste gerade noch abwenden können, stehen wir inzwischen wieder vor der Frage, wie viel Sinn das alles noch hat. Aus dem Gefühlsrausch aufgewacht, sieht die Realität ganz anders aus. Da ist kein Optimismus mehr, der die Probleme kleiner macht – und nicht ausreichend Zuneigung, sie erträglicher zu machen. Da ist die Entfernung eben doch zu groß. Die Erwartungen doch irgendwie anders. So vieles eben nicht hinnehmbar. Und so wie sich mein Verstand wieder meldet, so sucht auch er, wild entschlossen, nach Gründen, sich aus dem Etwas, das wir uns aufgehalst haben, wieder heraus zu winden. Da wird Schuld zugeschoben, passt plötzlich alles nicht. Vertrauen fehlt, und Wahrheit.
Und wieder bin ich es, der die Last auf die Schultern geladen wird, für etwas zu kämpfen, das nicht mehr gewollt wird – oder enttäuscht das Ende hinzunehmen.
2.5.08 16:07


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Wieder und wieder und wieder

Wieder hat er es geschafft. Hartnäckig Würmer ausgeworfen, bis ich nach einem geschnappt habe. Genervt, aber dennoch zugeschnappt. Jetzt hänge ich wieder einmal an seiner Angel, zappelnd, unglücklich, weil ich den gleichen Fehler immer und immer wieder begehe. So lange durchgehalten, so lange eisern gewesen. Und in einem schwachen Moment hat er mich dann doch erwischt, hat er lange genug gejammert, um Mitleid in mir zu wecken. Der arme unglückliche Junge, der auf das arme unglückliche Mädchen trifft. Die alte Geschichte von zwei Ertrinkenden, die sich gegenseitig zu retten vermögen... Nur dass sein Unglück genau da aufhört, als er wieder auf festem Boden steht, als das Mädchen wieder an seinem Haken hängt – wo er es lässt und sich zufrieden wieder seinem eigenen Leben widmet. Vergessen, dass da noch wer ist… einfach vergessen.


Prügel mir doch bitte wer die Hoffnung aus dem Leib!
5.5.08 10:24


Jetzt sag halt, was du willst!

Die Pistole auf die Brust gesetzt, eine Entscheidung erzwungen - zum hundertsten Male. Und wieder fest vorgenommen, nicht noch einmal weich zu werden, sollte er zum Äußersten schreiten. Entschlossen, diesmal, durchzuhalten, auf dem Weg zu bleiben, den er mich einschlagen lässt. Man darf gespannt sein...
7.5.08 14:59





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