lycanthia

 

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Über falsche Wege

Ich bin gerade todungl?cklich. Ich habe das Gef?hl, die ganze Zeit in die falsche Richtung gegangen zu sein. Ich habe etwas gesucht, und da, wo ich jetzt bin, kann ich es nicht finden. Es ist wohl unabwendbar, dass man auch einmal eine falsche Wahl trifft, aber ich kann nicht begreifen, warum ich das nicht eher bemerkt habe. Da musste erst ein Brief kommen, um mir die Augen zu ?ffnen. Der einzige Mann, bei dem ich jemals das Gef?hl hatte, dass seine Gef?hle f?r mich echt waren, der nicht damit spielte, nichts nur sagte, um zu seinem Ziel zu gelangen, mit dem ich mich immer wohl gef?hlt habe, verstanden, gut aufgehoben, wird heiraten. Und mein ewiger Traum, dass sich vor uns eines Tages der Weg auftut, den wir nie finden konnten, f?llt einfach in sich zusammen. Und ich steh da und mir rauscht mein ganzes Leben durch die Finger, ohne dass ich irgendetwas halten k?nnte. Und ich breche weinend zusammen, weil ich so viele Jahre einfach verschwendet habe, so viel von mir gegeben und nun selbst nichts mehr habe. Es ist ein Fehler anzunehmen, dass man unendlich viel von sich geben kann. Wenn man nie etwas zur?ck erh?lt, wird man irgendwann in ein Loch fallen und kaputt gehen. Ich kann nur f?r mich selbst hoffen, dass ich gerade die richtigen Entscheidungen treffe und in diesen Jahren zumindest so viel St?rke gesammelt habe, um da wieder allein raus zu kommen ? und diesmal einen bessere Weg einzuschlagen.
5.12.05 10:04


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Über Scheißkerle - die Zweite.

Ich frag mich die ganze Zeit, wie bl?d ? und wie blind ? eine Frau eigentlich sein muss, um nicht zu merken, dass ein Mann sie nur aus- und benutzt.
Ich habe mich vor drei Monaten von meinem Freund getrennt, nachdem er mir ein bisschen zu frech wurde, sich ein bisschen zu viel herausnahm, Dinge tat, die bei aller Liebe nicht so einfach mehr hinnehmbar waren. Keine Woche sp?ter s?uselt er schon wieder seiner vorherigen Bumsmaus Mel die Ohren voll, sie m?ge ihn wieder aufnehmen. Erfolgreich. Darin ist er gut. - Und sie ?bergl?cklich, ihren Schatz wieder und die Rivalin ausgeschalten zu haben. Dass er sie dumm findet, langweilig und ?berhaupt, davon hat sie keine Ahnung. Aber vielleicht hat er das auch nur so gesagt, um mich zu beruhigen und erz?hlt ihr nun das gleiche ?ber mich?
Wie auch immer. Er will mich sehen: Sehnsucht? und w?hrend sie ihn zutextet, ich wolle ihn ihr doch nur wieder wegnehmen, ich dar?ber gr?ble, was er ihr wohl erz?hlt haben mag, und er sie bes?nftigt, wir schauen nur Filme, er ist ihr doch treu, greift er mir zwischen die Beine und massiert mich. Ich bin entsetzt ?ber ein solches Ma? an Schamlosigkeit, ?berlege, wie viel von dem, was er mir erz?hlte, wohl gelogen war ? und ficke ihn. Dann geht er wieder brav zu seiner Liebsten, die langsam nervt, weil er Angst hat, sie k?nne pl?tzlich einfach die Augen aufschlagen und sehen, was f?r ein Arsch er ist. Ich bin beleidigt und w?nsche ihm viel Gl?ck mit ihr ? und er hasst mich daf?r: er ist mit ihr nicht gl?cklich. Er k?nnte einem fast Leid tun. Er ist in seiner eigenen Falle gefangen: Er gebraucht eine Frau, die ihm nichts gibt, au?er der Gewissheit einer Unterkunft, die ihm aber auch nur so lang gewiss ist, wie er sich ihr unterordnet. Mir wird ganz schlecht, wenn ich daran denke, dass er auch mit mir zusammenziehen wollte, als das Bewusstsein kommt, dass er das nicht sagte, weil er mich so sehr liebte, dass er immer bei mir sein wollte, sondern weil er einfach nur einen Unterschlupf brauchte. ^^
Mir kommt noch so eine Begebenheit in den Sinn, die mir eigentlich gleich h?tte zu denken geben m?ssen ? und vor allem ein Handeln nach sich ziehen. Wir waren das erste Mal zusammen weg, mit ein paar seiner Freunde. Er ?berredete mich dazu, eigentlich hatte ich keine Lust auf eine Vorf?hrstunde. Zuf?llig trafen wir dort auf eine alte Bekannte, die ihm sofort in die Arme fiel und st?rmisch begr??te. Das war der Anfang eines beschissenen Abends?
Die Dame weicht ihm kaum mehr von der Seite, umarmt ihn, so oft sich die Gelegenheit dazu bietet, schleckt ihm den Hals. Er versucht sich freizumachen, schaut entschuldigend zu mir, redet auf sie ein. Sie schert sich einen Dreck um mich, lacht nur. Er kommt zu mir, versucht zu erkl?ren, ich h?re schweigend zu. Mir tut alles weh. Das n?chste Mal erwischt sie ihn, ich schaue weg, als er sie k?sst. Sein Freund dr?ckt mir den Arm, sagt, ich soll mir das nicht gefallen lassen. Ich sch?ttele den Kopf: soll er doch, wenn er meint. Da hock ich nun, w?tend und traurig, und wei? nicht, was ich tun soll. Und er knutscht sie ungeniert weiter. Schaut mich an, provozierend, vielleicht ein wenig h?hnisch. Mir wird kalt, am liebsten w?rde ich vor seinen Augen aufstehen und gehen, traue mich aber nicht. Ich verstehe nicht, was das soll, wozu er das macht. Wieso soll ich ihn begleiten, wenn er mich dann stehen l?sst und an einer anderen fummelt? Die n?chsten Stunden schau ich ihn nur noch b?se an, bis es endlich vorbei ist und wir gehen k?nnen. Mit schuldbewusster Miene dr?ckt er sich bei mir herum, entschuldigt sich ? ?ber seinen Freund -, bittet um Verzeihung. Es tue ihm leid, er wollte mir doch nur beweisen, dass es mir eben nicht egal ist, wenn er mit anderen rummache. Ich bin wie versteinert: daf?r das ganze Theater? Dass er mich vorher h?tte aufkl?ren sollen, was mir bevorsteht, sieht er nicht ein. Dass kein Mensch links liegen gelassen werden will und dann dabei zusehen, wie der eigene Freund sich anderen widmet. Dass das, was ich akzeptiere, etwas ganz anderes ist. Ich verzeihe ihm dennoch ? dummerweise.
Ein paar Monate sp?ter spielt sich das ganze so ?hnlich noch einmal ab, nur dass ich diesmal diejenige sein soll, die seine neue Freundin verletzt.
Wir treffen uns zuf?llig, umarmen uns erfreut, k?ssen uns. Dann taucht Mel auf, zerrt an ihm. Ich bin etwas ?berrascht. Nein, sie sind nicht zusammen, lenkt er gleich ein. Er setzt sich zu mir, wir halten H?ndchen, streicheln uns, knutschen. Dann besinne ich mich, es ist idiotisch, was ich da mache, und schicke ihn wieder zu ihr. Er kommt zur?ck: sie unterh?lt sich gerade. Er ist eifers?chtig auf meine Begleitung, beschwert sich. Ich dr?cke ihn lachend. Dann steht sie pl?tzlich vor uns, blickt mich grimmig an. Und er? ? zieht mich wieder an sich und will mich k?ssen. Unmittelbar vor ihr. Ich drehe den Kopf weg, schockiert, weil er schon wieder dieses Spiel treibt. Das kann doch nicht sein!? Will er ihr auch nur etwas beweisen? Kaum! Sie will ihn nur f?r sich. Pl?tzlich kommt mir alles, was er je sagte, absolut l?cherlich vor. Warum macht er das? Warum hat er das Bed?rfnis, alles und jeden zu bel?gen, zu betr?gen, weh zu tun? Mir wird bewusst, dass ich ihn zu wenig kenne, um das herauszufinden ? aber will das auch gar nicht. Jetzt tut es mir Leid, dass ich ihn nicht gek?sst habe ? um ihr die Augen zu ?ffnen. Die Frage ist nur: ist sie zu dumm, um eine Wahrheit zu sehen, und h?tte sie nicht nur noch mehr ihre Augen verschlossen ? vor lauter Liebe?
8.12.05 10:39





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