lycanthia

 

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Das Ende einer langen Reise...

Wie sich plötzlich alles zusammen fügt. Ohne den Einen wäre der Andere nie ganz verschwunden, wäre nie gegangen, wäre immer präsent gewesen, in Gedanken, in Worten. Undenkbar eine Trennung, ohne die Verbindung zu beiden zu kappen. Ohne das Flüstern im Ohr auszuschalten, das mich immer wieder zu ihm führte. Sacht, aber bestimmt. Und nun, Streitigkeiten um… Verrat vergessend – oder ignorierend – verbrüdern sie sich wieder. Doch ein Dreiergespann, bei dem immer nur zwei funktionieren… Zwei. Nur. Und einer, der überflüssig ist. Der am Rand eventuell noch weiter existiert. Wenn er das will. Als Aufpasser. Als Stimme ihm Ohr. Wenn ihm das gefällt. Zwei, die sich verloren und wieder gefunden haben. Brüder. Und eine Dritte, die zu viel ist. Wo ich eine Lösung suchte, haben sie eine gefunden. Vereint, ineinander versunken, fiel eine Entscheidung, die das dritte Rad löste. Vielleicht ohne Absicht. Vielleicht… Aber den Rücken zugekehrt, auf dem Weg fort von ihnen, zu etwas Neuem hin – wird alles bald nur noch eine alte Geschichte sein.
1.5.09 07:11


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Über das Kranksein und seine unangenehmen Nebenwirkungen

Die kalte Jahreszeit hat wieder begonnen. Überbeheizte Räume, Außentemperaturen gegen Null. Und da kommt es, wie es kommen muss: in irgendeiner öffentlichen Einrichtung hustet einem irgendwer seine Bazillen entgegen und man wird ebenfalls krank. Und urplötzlich wird jenes Geschlecht, was gewöhnlich als das starke bezeichnet wird, zum nörgeligen, jammernden Kind. Mit herabgezogenen Mundwinkeln schleichen sie herum und klagen ihren unmenschlich großen Schmerz in die Welt hinaus. Und wenn sich das starke bereits ein schwaches Geschlecht an Land gezogen und in seine Höhle entführt hat (oder aus Mamas Höhle nie verschwand), rutsch gleich das ganze Gesicht – zumindest zuhause - ein Stück nach unten, wird dieser Mitleid erregende Blick aufgesetzt, der permanent fleht: bitte pflege mich, koch mir Tee, nehme mich in die Arme, streichle mich und sage mir möglichst oft, wie bedauernswert ich bin… Ich begreife nicht, wie da irgendeine Frau ruhig bleiben und/oder erfreut ihre Rolle als Pflegerin übernehmen kann. Beim ersten Anzeichen von Krankheit und dem Ruf nach Hilfe von einer Person, die nicht kurz vorm Sterben ist und durchaus in der Lage, sich selbst zu ver- und umsorgen, geht meine Laune in den Keller. Schau ich sofort ungeheuer missmutig drein, um anzudeuten, dass er ja nicht zu viel erwarten soll, halte Vorträge darüber, was nicht in den Aufgabenbereich einer Freundin fällt, dass eine simple Erkältung auch dann niemals tödlich endet, wenn man keinen Tee trinkt, das Teekochen an sich auch keine Aussage darüber macht, wie es um meine Gefühle für ihn steht, ich selbst keine Pflege nötig habe, wenn erkrankt und er sich deswegen auch nicht so anstellen soll. Letzten Endes, vielleicht wegen des schlechten Gewissens, vielleicht der Ruhe wegen - oder nur, um dem Zustand schnellst möglichst ein Ende zu bereiten -, trotte ich dann doch etwas häufiger in die Küche, um neuen Tee zu machen, strecke ein wenig öfter die Hand aus, um ihn zu streicheln. Und brummle nebenbei, wie idiotisch das alles ist…


Verallgemeinerungen möge mir man(n) verzeihen, mir ist klar, dass es auch Herrschaften gibt, die mit Krankheit anders umgehen.
29.10.08 09:55


Unten

Langsam kullert er den Arm hinab, fast gemächlich, bis er dann auf das Wasser trifft und sich in einer hektischen Bewegung kräuselt, lange Linien zieht, sich schließlich auflöst und der nächste Tropfen seinen Weg sucht. Und mich überkommt dabei das heftge Bedürfnis, mich wie ein kleines Kind in die Arme meiner Mutter zurück zu ziehen, die mich beschützt, vor all dem Unheil, streichelt und versichert, dass alles wieder gut wird. Die mich rettet - bevor mehr als nur ein paar Tropfen Leben fallen.
8.6.08 14:11


Neues und Altes

Ein Ende ist immer auch ein Anfang, heißt es. Und nun muss ich feststellen, dass es umgekehrt leider genauso zutrifft: ein Anfang ist immer auch ein Ende. Sich so nahe gekommen, vertraut geworden, in all der Zeit. Alle anderen verdrängt - und ersetzt. Und dann schlagen die Gefühle zu und man muss den Platz plötzlich räumen, wird man in seine Schranken gewiesen. Gehofft, dass dieser Tag noch weit entfernt, und enttäuscht, kam er dann doch so schnell. Wieder etwas loslassen, eine Gewohnheit, sich verabschieden - und laut ermahnen, dass man sich freuen sollte, für ihn.
5.6.08 23:04


Jetzt sag halt, was du willst!

Die Pistole auf die Brust gesetzt, eine Entscheidung erzwungen - zum hundertsten Male. Und wieder fest vorgenommen, nicht noch einmal weich zu werden, sollte er zum Äußersten schreiten. Entschlossen, diesmal, durchzuhalten, auf dem Weg zu bleiben, den er mich einschlagen lässt. Man darf gespannt sein...
7.5.08 14:59


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